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	<title>pberndt.com: Leblos</title>
	<link>http://www.pberndt.com/Kunst/Texte/Leblos.html</link>
	<description>Summary of Leblos.html</description>
	<pubDate>Wed, 30 Oct 2013 17:36:30 +0000</pubDate>
	<language>de</language>
	<ttl>2880</ttl>
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	<title>Leblos</title>
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	<comments>http://www.pberndt.com/Kunst/Texte/Leblos.html</comments>
	<description><![CDATA[ 
		<p>
			"Leblos"
		</p>
		<p>
			Eine Ranma ½ Fanfiction (Oder wenigstens ein Anfang *fg*)
		</p>
		<p>
			By FirebirdDE
		</p>
		<p>
			Es
			war später Nachmittag. Die Geschäfte begannen schon zu schließen, der typische Berufsverkehr setzte ein.
			Überall sah man Männer und Frauen herumlaufen, völlig unterschiedliche Menschen, die doch das eine Verband:
			Sie waren froh, nach Hause zu kommen. Sie erwartete eine Familie und vor allem Ruhe und Frieden nach
			einem anstrengendem Tag.
		</p>
		<p>
			Doch wenn man genauer hinschaute, sah man, dass nicht ausnahmslos alle
			glücklich waren. Sicher fragen sich jetzt einige, wie man Glück sehen kann - glaubt mir, in diesem Fall
			konnte man es.
		</p>
		<p>
			Ein Junge ging alleine gegen den Strom von Menschen. Er hatte zerrissene Kleidung
			und erweckte den Eindruck, er müsste mit sich kämpfen, um nicht in Tränen auszubrechen.
		</p>
		<p>
			Er war
			ein Selbstgänger, er war stark, er war selbstbewusst - sein Name war Ranma Saotome.
		</p>
		<p>
			Doch .. was
			muss passieren, um einen solchen Charakter zu brechen?
		</p>
		<p>
			An dieser Stelle ist es wohl nötig, die
			Zeit etwas zurückzudrehen; genau genommen an den Anfang des Tages.
		</p>
		<p>
			--FLASHBACK--
		</p>
		<p>
			Ranma schlich
			die Straße entlang. Auf keinen Fall dürften die Beiden ihn entdecken - sonst würde Akane ihm nur wieder
			etwas von wegen "Eifersucht" nachsagen. Aus einem ihm unempfindlichen Grund war Akane vor wenigen Minuten
			mit Ryoga ausgegangen.
		</p>
		<p>
			^Was interessiert mich das alles eigentlich?^, fragte sich Ranma, ^kann
			mir doch egal sein, was die Beiden da treiben^ - aber er schlich ihnen trotzdem weiter hinterher.
		</p>
		<p>
			Immerhin
			war die Sache ja ein ganz gutes Training, vielleicht hätte er dann eine Chance, Happosai endlich mal
			zu überraschen.
		</p>
		<p>
			Endlich, nach einem schier endlosen Marsch, machten die Beiden eine Pause. Ranma
			für seinen Teil befand sich in einem Busch mit guter Sicht auf ihre derzeitige Position.
		</p>
		<p>
			Da! Jetzt
			setzten sich die beiden auf die Bank.
		</p>
		<p>
			^Was interessiert's mich?^
		</p>
		<p>
			Sie schienen über irgendwas
			zu reden.
		</p>
		<p>
			^Na und?^
		</p>
		<p>
			Ryoga wirkte auf einmal sehr glücklich. Ein breites Grinsen machte sich
			auf seinem Gesicht breit.
		</p>
		<p>
			^Was hat diese Schweinebacke denn auf einmal?^
		</p>
		<p>
			Akane drehte sich
			um und gab ihm einen Kuss auf die Wange.
		</p>
		<p>
			^WIE BITTE?^
		</p>
		<p>
			Schön und gut, aber das war nun wirklich
			genug. Ranma spürte Zorn in sich aufkommen, Zorn gemischt mit der Lust, Gewalt auszuüben. Er kannte dieses
			Gefühl, er hatte es schon öfters gefühlt, aber einen Namen dafür hatte er immer noch nicht gefunden.
		</p>
		<p>
			So
			oder so, es war stark genug, um ihn völlig aus der Fassung zu bringen.
		</p>
		<p>
			"Ryoga! Diesmal bringen
			wirs zu Ende", schrie Ranma, der gerade ohne es wirklich zu wollen aus seinem Gebüsch hervorstürzte.
			"Wehr dich, wenn du kannst."
		</p>
		<p>
			Der folgende Kampf an sich ist nicht weiter nennenswert, umso bemerkenswerter
			der Ausgang. Beide Kontrahenten waren fast gleich stark - nur hatte Ranma den Vorteil des "stärkeren
			Gefühls".
		</p>
		<p>
			Während Ryoga für seine KI Blasts nur seine Depressionen zur Verfügung standen, hatte
			Ranma eine extrem starke Waffe - nur kannte er ihren Namen nicht.
		</p>
		<p>
			Er schrie "Technik des unbekannten
			Löwens" und feuerte seinen blau-weißen Blast auf Ryoga ab. Das mag lustig klingen - wer jedoch das Resultat
			betrachtete, kam schnell zu einer anderen Meinung.
		</p>
		<p>
			Ryoga lag regungslos auf dem Boden. Er hatte
			überall am Körper Verbrennungen, die so stark waren, dass sie ihn zur Unkenntlichkeit entstellten.
		</p>
		<p>
			Ranma
			stand triumphierend einige Meter entfernt. Anscheinend war dieses eher nervende Gefühl mit dem Kampf
			vergangen, so wollte er zufrieden gehen - wieder ein Sieg mehr.
		</p>
		<p>
			Doch er hatte vergessen, dass auch
			Akane anwesend war. Bisher hatte sie nur stumm an der Seite gestanden, doch jetzt lief sie auf ihn zu.
			Moment - lief sie wirklich auf Ranma zu? Und warum hatte sie Tränen in den Augen?
		</p>
		<p>
			"Ryoga - neeeein.",
			schrie Akane, die mittlerweile nur noch den Tod hatte feststellen können.
		</p>
		<p>
			Für Ranma, der etwas
			perplex da stand, eine merkwürdige Szenerie: Zuerst hatte sie Ryoga geküsst, nun schien sie anscheinend
			um den, Ranmas Meinung nach nur bewusstlosen, Ryoga zu trauern; das ließ nur einen Schluss zu.
		</p>
		<p>
			Und
			da war es wieder, dieses Gefühl, diese Mischung aus Zorn, Hass und Mordlust. Er machte sich ohne ein
			weiteres Wort auf den Heimweg, mit diesem Mädchen wollte er nichts mehr zu tun haben.
		</p>
		<p>
			Wie immer
			ging er den Weg an der Schule vorbei und wie immer wollte er nach dem Schulgrundstück rechts abbiegen,
			doch etwas hielt ihn zurück.
		</p>
		<p>
			Etwas wirkte .. merkwürdig an diesem Bild. Er schaute sich um:
		</p>
		<p>
			In
			der Ferne war schon das Haus von Dr. Tofu zu erkennen, rechts der Sportplatz, links die alte Eiche, unter
			der Eiche .. das war es also.
		</p>
		<p>
			"Ranma Saotome?!", wurde er gegrüßt.
		</p>
		<p>
			Unter dem Baum stand ein
			Mann in schwarzem Anzug. Er hatte dunkelblonde Haare und trug eine blaue Sonnenbrille.
		</p>
		<p>
			Ihr als
			Leser fragt euch jetzt sicher, was an einem solchen Menschen merkwürdig ist. Nun, in Nerima haben alle
			die Angewohnheit, in irgendeiner Weise auffällig zu sein, aber dieser Mann wirkte schlicht normal.
		</p>
		<p>
			"Saotome,
			du überziehst deine Befugnisse. Wir tolerieren vieles, aber diese Aktion war übertrieben. Du brauchst
			Hilfe, aus dieser Situation kommst du nicht alleine hinaus."
		</p>
		<p>
			Ranma wirkte angesichts dieser Sätze
			etwas überrascht. Noch nie hatte ihm jemand so eindeutig gesagt, dass er so viele Vorschriften hatte;
			zudem war dies meistens sein Vater und kein wildfremder Mann.
		</p>
		<p>
			"Was sind sie denn für einer?", versuchte
			er möglichst cool zu kontern, "Ich lasse mir doch nicht von x-beliebigen Leuten Vorschriften machen.
			Und sehe ich wirklich so aus, als ob ich Hilfe bräuchte?"
		</p>
		<p>
			"Ja, in der Tat. Falls es dir noch niemand
			gesagt hat: Du siehst ziemlich elend aus mit deinem verweinten Gesicht."
		</p>
		<p>
			Verweint? Tatsächlich,
			es war ihm wirklich in seiner Wut nicht aufgefallen. Er weinte. Warum nur? Aber darüber konnte er später
			nachdenken, erst galt es, diesen Mann abzuwimmeln - immerhin war er Kämpfer, er war der Beste, der Beste
			brauchte keine Hilfe.
		</p>
		<p>
			"Pah. Wissen sie was? Verziehen sie sich, ehe ich mir überlege, sie als Übungsobjekt
			zu benutzen.", erwiderte er also knapp und ging letzten Endes doch noch um seine Ecke.
		</p>
		<p>
			Wenige Meter
			später kam er wieder zum Stehen - verdammt, jetzt hatte er doch vergessen, zu fragen, was der Mann mit
			den Befugnissen eigentlich gemeint hatte. Ihm konnte es ja eigentlich egal sein, aber interessiert hätte
			es ihn schon. Als Ranma wieder zurück war, war der Mann verschwunden.
		</p>
		<p>
			Wieder blickte er sich um.
			Niemand konnte einfach so verschwinden, für alles gab es eine logische Erklärung. Und tatsächlich, einige
			Meter weiter sah er ihn. Er schien mittlerweile mit anderen Dingen beschäftigt zu sein, denn er telefonierte.
		</p>
		<p>
			"Was?
			Glauben sie nicht, dass das ein wenig übertrieben ? Nein, schon klar, aber die Leute müssen doch auch
			glauben ? wie? ? nein, so stehen lassen ist auch keine Option. ? Hmmja, dass könnte gehen. ? Ja, er wird
			sich sicher wieder melden. In Ordnung, wir hören von einander."
		</p>
		<p>
			Langsam war Ranma das Lauschen
			leid. Er kam sich doch etwas bescheuert vor, einem einfachen Geschäftsmann hinterher zu schleichen, als
			sei er sonst was Besonderes. Und eigentlich wollte er ja doch nicht mehr wissen.. ts, als ob er sich
			nicht selber helfen könnte.
		</p>
		<p>
			^Was haben die denn alle^, dachte sich Ranma, ^ob ich Ryoga einmal
			mehr oder weniger eins Überbrate - was macht das schon für einen Unterschied?^
		</p>
		<p>
			Voll solcher Gedanken
			machte er sich auf den Heimweg. Im Grunde war es ja so oder so Ryogas Schult, warum hatte er auch mit
			Akane rummachen müssen und .. warum interessierte ihn das überhaupt?
		</p>
		<p>
			Als Ranma bei den Tendos eintraf,
			war die gesamte Familie bereits versammelt. Akane schien immer noch zu weinen, der Rest warf Blicke auf
			ihn, die aussagekräftiger waren als eine direkte Morddrohung.
		</p>
		<p>
			"Was soll denn das werden? Wartet
			das Exekutationskommando schon?", versuchte Ranma die Situation aufzulockern. Ihm war schon klar, jetzt
			würde es wieder losgehen mit "Du hast dich für deine Verlobte eingesetzt" und ähnlichem Hochtzeits-Trara,
			aber warum wirkten alle so zornig?
		</p>
		<p>
			"Ranma Saotome", setzte Soun an, "anlässlig der letzten Ereignisse
			haben wir eine Entscheidung getroffen. Es fällt mir schwer, vor allem, weil du wirklich perfekt gewesen
			wärst, aber ?" - er machte eine dramatische Pause - "Deine Verlobung mit Akane ist hiermit aufgehoben."
		</p>
		<p>
			"Ranma,
			mein Junge", fuhr Genma fort, "Natürlich, du musst Konkurrenz aus dem Weg schaffen, aber die Sache hatte
			sich doch eh schon fast erledigt. Es ist eine Schande."
		</p>
		<p>
			"Aber - was habe ich denn schlimmes gemacht?",
			fragte der Angeklagte, "Ich habe doch nur wieder einmal Ryoga zusammengeschlagen."
		</p>
		<p>
			Akane blickte
			zornig auf und schrie Ranma an: "zu-sammengeschlagen? Zusammengeschlagen? ZUSAMMENGESCHLAGEN? Ranma -
			du hast Ryoga umgebracht."
		</p>
		<p>
			Es traf ihn wie ein Schock. "U-umgebracht?", stammelte er, "Da-das habe
			ich nicht gewollt."
		</p>
		<p>
			"Es ist völlig egal, was du gewollt hast und was nicht.", kam die scharfe Antwort,
			"Du hast es getan. Dein Ehrenkodex verlangt eine offizielle Entschuldigung bei der Mutter mit einer folgenden
			Verbannung aus dem Wohnort. Du weißt, was das bedeutet, nicht?"
		</p>
		<p>
			Am Abend lag Ranma lange wach.
			Was hatte er da getan? Hatte er wirklich getötet? Das war doch keine Absicht gewesen. Mussten sie denn
			die Verlobung aufheben? Wie sollte er sich bloß Entschuldigen - nein, er würde es nicht fertig bringen.
			Er musste eine Lösung finden. Doch - Jetzt hatte er niemanden mehr. Vielleicht wären ihm Shampoo und
			Cologne geblieben, die hätten sein Verhalten sicher gut geheißen, aber er hatte nicht die geringste Lust,
			in einem Amazonendorf zu leben. Nein, ihm blieb vorerst nur ein Weg.
		</p>
		<p>
			Am Morgen hatte sich Akane
			langsam wieder erholt und wollte Ranma möglichst fies wecken - er hatte es nicht besser verdient. Sie
			öffnete vorsichtig die Tür und ging hinein.
		</p>
		<p>
			"So ein Feigling."
		</p>
		<p>
			--FLASHBACK ENDE--
		</p>
		<p>
			Derweil
			in einem abgelegenen Appartement in Tokio. Durch die verspiegelten Fenster konnte man, wenn man direkt
			davor stand, die Umrisse diverser Personen erkennen.
		</p>
		<p>
			Im Raum stand ein großer Tisch, um den verschiedene
			Leute saßen. Eine Frau stand am Tischende und kündigte den nächsten Sprecher an.
		</p>
		<p>
			"Meine Damen und
			Herren. Kommen wir nun zu Punkt 3 auf der Tagesordnung. Mit Freude darf ich ihnen nun unseren Projektleiter
			ankündigen. Er ist vor kurzem zurückgekehrt und wird sie nun über die neusten Ergebnisse informieren."
		</p>
		<p>
			Ein
			Mann mit blauer Sonnenbrille betrat den Raum.
		</p>
		<p>
			"Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen guten Abend.
			Ihnen allen dürfte das Projekt Lifeless bekannt sein?! Seit unserem letzten Treffen hat sich alles wie
			erwartet entwickelt. Doch leider wird unser Auftraggeber langsam ungeduldig. Nach seinen Vorstellungen
			liegen wir schon hinter dem Zeitplan. Es sind jetzt nur noch 2 Monate bis zur Veröffentlichung, aber
			eine Lösung ist noch nicht gefunden. Saotome hat unsere Hilfe strikt abgelehnt, Ich bin aber mit unserem
			Auftraggeber darüber übereingekommen, dass sich seine Einstellung noch ändern wird. Nun, ich bat sie
			bereits zu Projektbeginn um Lösungsvorschläge. Irgendwelche Ideen?"
		</p>
		<p>
			Jemand anders schaltete sich
			ein: "Wir haben bereits einige Vorschläge gesammelt. Es sind aber etwas viele - was halten sie von der
			Idee, dass sie das Kind selber fragen, welcher ihm am Besten gefällt?"
		</p>
		<p>
			"Und wie stellen sie sich
			das vor? Soll ich zu ihm gehen und ihn fragen: ,Was würdest du sagen, wenn ein riesiges Raumschiff auf
			der Erde landet und Ryoga wieder lebendig macht?'"
		</p>
		<p>
			"Die Vorstellung ist in der Tat lustig. Aber
			nein, sie haben natürlich recht. Die Idee mit dem Raumschiff ist aber auch gut?"
		</p>
		<p>
			"Auch gut? Heißt
			das, sie haben nur Vorschläge auf dem Niveau gefunden? Und Menschen wie sie schimpfen sich dann meine
			Mitarbeiter? Ich denke, unter diesen Umständen werde ich mich auf die ursprüngliche Planung beziehen,
			die Lösung ist nicht ideal, aber immerhin wird man sie in der Öffentlichkeit akzeptieren."
		</p>
		<p>
			########################################
		</p>
		<p>
			Ranma
			war jetzt schon mehrere Wochen unterwegs. Er hatte in der schicksalshaften Nacht lange darüber nachgedacht,
			war letzten Endes dann aber doch gegangen. Was hätte er auch tun sollen? Jemand wie er war kein Diplomat
			- Entschuldigungen waren nicht sein Ding, in der Schule konnte er sich auch nicht mehr sehen lassen.
			So war er gegangen, ohne sich zu Verabschieden, ohne einen Brief oder sonstige Hinweise auf seine Abreise
			zu hinterlassen - ja, sogar diese auf seine bloße Intelligenz hatte er entfernt. Nichts sollte in Nerima
			an ihn erinnern, alles sollte so sein, als wäre er nie da gewesen und doch; ohne Ryoga würde nichts mehr
			dasselbe sein. Ihn, Ranma, auf ihn konnten sie verzichten, aber Ryoga hatte eine Position gehabt.
		</p>
		<p>
			Während
			seiner bisherigen Reise hatte er bei vielen Meistern Zuflucht gesucht, doch sie alle hatten ihn fortgejagt,
			als sie von seiner Tat erfuhren. Ranma war es gewöhnt, die Wahrheit zu sagen, genauso gut hätte er sich
			also ein Schild umhängen können, auf dem dick "Mörder" stand.
		</p>
		<p>
			Doch einen Vorteil hatten die teils
			sehr langen und kalten Nächte gebracht: Er hatte zum ersten Mal die Zeit, über sich und sein Leben nachzudenken.
			Besser wäre es vielleicht zu sagen, es erschien ihm als Vorteil - in Wahrheit zerstörte er sein Ego nur
			noch weiter.
		</p>
		<p>
			Wenn er es nur lange genug betrachtete, gab es niemanden, der sich freute, dass es
			ihn gab, niemanden, der ihn liebte. Er hatte sich jetzt so weit herunter gemacht, dass er dauernd den
			Tränen nahe war. Seine Augen verschleierten bereits, da meinte er ein bekanntes Gesicht unter den Menschen
			erkennen zu können. Der da hinten - kannte er ihn nicht irgendwo her?
		</p>
		<p>
			"Und, hast du deine Meinung
			mittlerweile geändert?"
		</p>
		<p>
			Es war der Mann, der ihm am Tag seiner Abreise begegnet war. Wie am Anfang
			brachte er sein Anliegen schnell auf den Punkt, etwas zu schnell für Ranma. Hatte er seine Meinung geändert?
			Er war sich selbst nicht ganz sicher. Komisch, man denkt wochenlang über etwas nach, hat sich schon eine
			wunderbare Antwort zurechtgelegt - und wenn man sie dann geben muss, stellt man sie in Frage.
		</p>
		<p>
			"Keine
			Antwort? Angesichts deines Zustandes hast du ja eigentlich keine Wahl. Komm mit, ich hätte da einen Platz
			zum Schlafen für dich."
		</p>
		<p>
			Eine sehr entspannende Nacht, die Ranma ausnahmsweise mal nicht auf Erdboden
			verbringen musste, später, kam der Mann auf sein Thema zurück. Er wirkte nach wie vor mysteriös, denn
			er hatte weder seine Sonnenbrille abnehmen, noch seinen Namen nennen wollen. Als Ranma zu Bett ging,
			saß er auf dem Sofa und als er erwachte, saß er dort noch immer. Ranma betrat schlaftrunken den Raum.
		</p>
		<p>
			"Also,
			wenn ich Recht verstehe, wollen sie mir helfen, die Sache mit Ryoga zu vergessen?!", begann Ranma vorsichtig.
		</p>
		<p>
			Der
			Mann schien schon mehr Erfahrung im Reden zu haben, er wirkte auch Ranma als einem Fremden gegenüber
			sehr sicher. Er lächelte: "Nicht bloßes vergessen. Was ich dir anbieten möchte, ist eine vollständige
			Lösung."
		</p>
		<p>
			"Sie meinen, sie können ihn wiedererwecken?", fragte Ranma misstrauisch.
		</p>
		<p>
			"Nein,
			ich kann es sicher nicht. Genau so wenig kann ich dich durch die Zeit schicken, oder euch alle einfach
			alles vergessen lassen. Aber ich kann dir ein Hilfsmittel anbieten, dass zu solchen Dingen fähig ist.
			Das Problem an der Sache ist, dass ich dir nichts einfach schenken kann. Du würdest zwangsweise aufhören,
			auf Dinge zu achten, weil du ja jemanden hättest, der auf dich aufpasst. Nein, du müsstest schon ein
			Opfer bringen."
		</p>
		<p>
			"Ein Opfer?", fragte Ranma mehr oder weniger erstaunt. Natürlich, ihm war klar,
			dass es nirgendwo etwas geschenkt gab, aber das Wort Opfer klang in seinen Ohren nach etwas Schlimmeren.
			Vielleicht hatte er ja auch Glück und es handelte sich um etwas, von dem der Mann, der sich am Vorabend
			als André vorgestellt hatte, nur annahm, es wäre für ihn ein Opfer.
		</p>
		<p>
			"Wollen sie mir", fragte er
			unsicher, "meine Machoverlobte wegnehmen?"
		</p>
		<p>
			Als Antwort erhielt er das gestellteste Lachen, dass
			er je erlebte hatte.
		</p>
		<p>
			"Akane wegnehmen? Dir? Du machst Witze. Überhaupt ? wegnehmen. Auf was für
			Ideen du immer kommst. Nein, von wegnehmen ist hier nicht die Rede."
		</p>
		<p>
			"Wovon dann?"
		</p>
		<p>
			"Denk
			doch mal nach. Ich werde dir keine Verlobte wegnehmen?"
		</p>
		<p>
			Ranma erschrak.
		</p>
		<p>
			"Nein", stammelte
			er, "nein, das können sie nicht machen."
		</p>
		<p>
			André nickte stumm: "Wie ich sehe, hast du verstanden.
			Ganz recht. Du wirst eine weitere Verlobte ertragen müssen. Aber keine Sorge, ganz kaltherzig bin ich
			ja auch wieder nicht. Du darfst dir aussuchen, wie sie sein soll. Des Weiteren hast du ja immer noch
			die Möglichkeit, abzulehnen."
		</p>
		<p>
			Ranma war unsicher. Ihm war klar, dass dies seine einzige Chance
			war, nach Nerima zurückzukehren, aber noch eine Verlobte? Wenn er sie nach seinen Vorstellungen auswählen
			konnte, was das natürlich kein Problem; aber gab es einen Menschen, der so war, wie er es wollte?
		</p>
		<p>
			"Ich
			bin einverstanden, aber nur unter zwei Bedingungen: Erstens muss ihre ,Lösung' Ryoga wieder lebendig
			machen und zweitens soll sie genau so sein, dass sie die allgemeine Vorstellung von Normal erfüllt.
		</p>
		<p>
			Jetzt
			wiederum wirkte André überrascht: "Meinst du das Ernst? Glaube nicht, dass es dann nicht zu Missverständnissen
			kommen wird. Aber wie du willst. Akzeptiert. Gut, hör mir zu."
		</p>
		<p>
			Mit diesen Worten stand er auf und
			ging in Richtung eines Schrankes. Dort angekommen schaltete er eine Stereo Anlage ein und drehte sie
			so weit auf, dass man beim Besten Willen kein Wort über den Umkreis eines halben Meters hinaus verstehen
			konnte.
		</p>
		<p>
			Dann ging er zurück zu Ranma und nuschelte ihm etwas ins Ohr. Was auch immer es war, ihm
			schien es zu gefallen, denn auf seinem Gesicht machte sich ein Grinsen breit.
		</p>
		<p>
			Nach einiger Zeit
			ging er erneut weg und schaltete die Anlage wieder aus.
		</p>
		<p>
			"Gut. Dann sind wir uns ja einig. Du findest
			den Weg?"
		</p>
		<p>
			"Aber natürlich. Ich werde ja wohl noch den Weg zur Hochebene von Sugoroku finden. Und
			es wird wirklich klappen?"
		</p>
		<p>
			"Wenn du es richtig anstellst - sicherlich."
		</p>
		<p>
			"Aber mit ihr zu
			reden wird noch schwerer als mit seiner Mutter."
		</p>
		<p>
			"Du machst das schon. Und es wird klappen - dafür
			garantiere ich dir."
		</p>
		<p>
			Ranma trat aus der Haustür und wirkte zum ersten Mal seit Wochen wieder glücklich.
			Jetzt hatte er eine reelle Chance, seine Ehre wiederherzustellen.
		</p>
		<p>
			Was er nicht wusste, war, dass
			André in der Wohnung über ihm im selben Moment einen kleinen Schlüsselanhänger aus der Tasche holte.
			Er drückte einen kleinen Knopf und verschwand in einer hellen Lichtsäule. Auch er war froh - endlich
			war dieses langweilige Projekt gelaufen. Wenn jetzt noch etwas schief ginge, könnte er genau so gut seinen
			Stellvertreter schicken.
		</p>
		<p>
			Aber sicherlich war es besser, dass Ranma nichts von alledem mitbekam
			- er hätte sich nur unnötig Gedankten gemacht.
		</p>
		<p>
			Die machte er sich jedoch auch so - er dachte angestrengt
			darüber nach, wie er diesen Plan in die Tat umsetzen konnte. Würde es wirklich klappen, wäre es das verrückteste,
			was ihm je passiert wäre. Wenn es denn klappen würde?
		</p>
		<p>
			Knapp 3 Tage später war Ranma auf der Hochebene
			angekommen. Mit diesem Ort verband er einige schöne Erinnerungen - noch vor wenigen Wochen hatten sie
			hier zuletzt Urlaub gemacht. Damals war ein ziemliches Chaos ausgebrochen, weil Ryoga dort eine Verabredung
			mit Akari hatte?
		</p>
		<p>
			[Anm. des Authors: Spätestens jetzt sollte es bei jedem, der die Mangas gelesen
			hat, Klick machen. Ich hab keine Ahnung, wo sie wohnt; dachte mir aber sie müsse da in der Nähe wohnen,
			weil sie ja kaum soooo weit fährt, nur um Ryoga zu treffen. Für alle ,Nichtleser': Sie ist seit Band
			30 Ryogas Freundin]
		</p>
		<p>
			Akari - sie war auch der Grund für seine Reise. Laut Andrés Plan war sie einer
			der Hauptfaktoren für Ryogas "Auferstehung".
		</p>
		<p>
			^Wie kann ich ihr bloß klarmachen, dass sie es tun
			muss?^, dachte sich Ranma, ^Ich für meinen Teil würde mich ziemlich ekeln?^
		</p>
		<p>
			Es war schon später
			Abend, daher beschloss er, sie erst morgen zu Besuchen. Fürs erste würde er in einem Hotel übernachten
			- da er nur eines kannte, war die Wahl nicht schwer.
		</p>
		<p>
			"Guten Abend, mein Herr. Was kann ich für
			sie tun?", begrüßte ihn der Portier. "Oh, entschuldigen sie, Herr Saotome. Ich habe sie nicht sofort
			erkannt. Ihre Verwandten sind in Appartement 4. Soll ich sie hinbringen?"
		</p>
		<p>
			^Meine Verwandten ??
			Der meint doch nicht?^
		</p>
		<p>
			"Nein, sie müssen mich verwechseln. Mein Name ist ... euh ? Tatewaki. Yuki
			Tatewaki. Ich hätte gerne ein Zimmer. Aber bitte möglichst weit weg vom See."
		</p>
		<p>
			^Mein Gott, der glaubt
			doch nie, dass ich so heiße^
		</p>
		<p>
			Doch der Portier schien an solch merkwürdige Namen gewöhnt zu sein
			und gab Ranma ohne weitere Fragen ein Zimmer.
		</p>
		<p>
			Selbiger fiel kurze Zeit später in einen traumlosen
			Schlaf. Welche Ironie - die, die seine Ehre zerstört hatten reisten zum Ort seiner Erlösung.
		</p>
		<p>
			Am
			nächsten Morgen wachte Ranma für seine Verhältnisse früh auf. Obwohl er noch rechtzeitig wäre - dass
			Frühstück mied er, die Gefahr entdeckt zu werden war einfach zu groß. Stattdessen machte er sich direkt
			auf den Weg. Wenn er sich recht erinnerte, wohnte Akari in einem Haus westlich der Elefantenstatur. Und
			- wie konnte es auch anders sein - er sollte Recht behalten.
		</p>
		<p>
			Es war das erste Mal, dass er ihr
			Haus sah, sie hatte bisher nur davon erzählt - aber keinesfalls dabei übertrieben. Was er sah, war kein
			Haus mehr, es glich einem Schloss. Mindestens 20 Meter ragte es hervor, mit seinen vergoldeten Giebeln
			und dem Marmoren Eingangsportal.
		</p>
		<p>
			^Protzig^, das waren seine Gedanken dazu; viele andere würden
			über Leichen gehen, um solch ein Haus besitzen zu können. Wiederum öffnete ihm ein Portier - diese Gegend
			schien in der Tat so etwas wie ein "Spielplatz für Reiche" zu sein.
		</p>
		<p>
			Kurze Zeit später saßen Ranma
			und Akari im Teezimmer.
		</p>
		<p>
			"Du - weißt es also noch nicht?", fragte Ranma besorgt.
		</p>
		<p>
			"Was nicht
			wissen?"
		</p>
		<p>
			"Hmmja. Ich bitte dich, raste nicht so aus wie die anderen. Es ist noch nichts verloren.
			Versprichst du mir, ruhig zu blieben, egal, was ich dir sage?"
		</p>
		<p>
			"Ja, natürlich."
		</p>
		<p>
			"Gut. Ähem,
			wie sag ich es denn am Besten !?", begann ein nervös mit den Fingern spielender Ranma, "Äh, also, um
			es kurz zu machen - Ich habe Ryoga umgebracht. Tut mir leid."
		</p>
		<p>
			"DU HAST WAAAAAAAAAAAAAAAASSS?!?!",
			kam die hysterische Retoure. Doch das was abzusehen gewesen, Ranma wusste also zu reagieren.
		</p>
		<p>
			"Beruhige
			dich erst einmal und dann hör mir zu. Ich weiß, wie wir ihn wiedererwecken können."
		</p>
		<p>
			Angesichts
			dieser Worte fand Akari langsam wieder zur Ruhe.
		</p>
		<p>
			"Also, hör mir zu?"
		</p>
		<p>
			In diesem Moment kam
			der Portier herein: "Madam, sie haben Besuch. Die Damen nennen sich Tendo und Saotome. Soll ich sie herführen?"
		</p>
		<p>
			"Einen
			Moment noch bitte. Lassen sie sie bitte in der Halle auf mich warten. Ich muss noch eine Sache regeln?"
		</p>
		<p>
			Kurze
			Zeit später, im gleichen Raum. Akane und Nodoka saßen an der Stelle, wo kurz zuvor noch Ranma gesessen
			hatte. Dieser für seinen Teil hatte sich derweil aus dem Haus geschlichen. Wieder begann ein Gespräch,
			dass längere Ausmaße gehabt hätte, hätte, wäre Akari nicht schon vorher informiert worden.
		</p>
		<p>
			"Hallo
			Akari", begann also Akane, "Also, es ist so?"
		</p>
		<p>
			"Ryoga ist tot, ich weiß", unterbrach Akari sie freudestrahlend.
		</p>
		<p>
			Diese
			Gestik übergingen die Beiden jedoch und kamen sich anstatt darin überein, ein lautes "Warum" auszustoßen.
		</p>
		<p>
			"Ooch,
			wisst ihr, einige Tage nach dem Vorfall ist Ranma hier aufgetaucht" - Bei dem Wort Ranma sah man Akane
			leicht zucken - "Er hat mir alles erzählt und sich höflich bei mir entschuldigt. Außerdem?" ^Mist, ich
			sollte ja noch nichts erzählen^ "? lässt er schöne Grüße ausrichten."
		</p>
		<p>
			Am Abend gingen sie alle
			auseinander - die Tendos in ihr Hotel, Akari machte sich auf den Weg nach Nerima.
		</p>
		<p>
			Am Schwierigsten
			war diese Zeit wohl für Akane. Sie war hin und her gerissen: War Ranma doch nicht so schlimm, wie sie
			dachte? Er war damals zwar abgehauen aber schließlich nur, um direkt zu Akari zu gehen?
		</p>
		<p>
			Solch gemischte
			Gefühle hatten alle an diesem Abend, alle, bis auf Ranma und Akari.
		</p>
		<p>
			Selbige dachte nur an eines:
			Sie würde endlich ihren Ryoga wieder sehen - und nächsten Monat wäre alles wie einst. Wie einst? Nein,
			es wäre besser.
		</p>
		<p>
			Ranma dagegen war schon seit längerem auf dem Heimweg. Seine Zweifel hatte er aufgegeben
			- es musste einfach klappen. Wenn alles aufginge würde er die Beste Ära einleiten, die er sich vorstellen
			konnte.
		</p>
		<p>
			########################################
		</p>
		<p>
			Wenige Tage später, auf dem Friedhof von
			Nerima. Es war schon tiefe Nacht, eine Zeit, zu der man nicht mehr wirklich mit Besuchern rechnen musste.
		</p>
		<p>
			Eigentlich
			schade, denn der Anblick, der sich einem bot, hätte zumindest jeden Friedhofswärter brennend interessiert:
			Durch die Bäume erkannte man einen Jungen, der im Schein einer Petroleum Lampe ein Loch zu buddeln schien.
			Daneben stand ein Mädchen, das ihm anscheinend dabei half. Es schaute etwas ängstlich in die Gegend und
			spielte dabei unauffällig mit einem kleinen Gegenstand in ihrer Hand.
		</p>
		<p>
			"Gleich habe ich's geschafft",
			sagte eine Stimme, die dem Jungen gehören zu schien. Ein jeder von euch hätte sie wohl erkannt: Sie gehörte
			Ranma.
		</p>
		<p>
			"Dann ist ja gut. Langsam wird die Sache unheimlich.", erwiderte Akari.
		</p>
		<p>
			Die Beiden
			hatten vor einigen Tagen den kühnen Plan gefasst, Ryoga zurück ins Leben zu rufen. Ranma hatte ihn "aus
			Versehen" umgebracht und Wochen später einen Weg gefunden, ihn wieder zu beleben. Der Plan war eben so
			einfach wie genial: Offiziell wäre ein Wunder geschehen, tatsächlich wäre ein Technisches Kleinlod für
			sein Leben verantwortlich. Eben dieses Kleinlod, das Akari im Moment in den Händen hielt.
		</p>
		<p>
			Einige
			Minuten später lag ein mittelgroßer Sarg auf dem Erdboden, noch völlig frei von Moder und Schimmel.
		</p>
		<p>
			"Aber
			ich warne dich - wenn es nicht funktioniert, werde ich dich persönlich umbringen", flüsterte Akari zitternd.
		</p>
		<p>
			"Das
			wird dann nicht mehr nötig sein", kam die ebenso zitternde Antwort.
		</p>
		<p>
			Das folgende Geschehen mag
			ein wenig "merkwürdig" erscheinen: Zwei Jugendliche öffneten einen Sarg und blickten erwartungsvoll hinein.
			Was ein Zuschauer jetzt nicht gesehen hätte, war, dass Akari unmerklich ein kleines, ovalförmiges etwas
			hinein legte.
		</p>
		<p>
			Tja, und wäre man jetzt erst dazugekommen, hätte man die Kinder wohl endgültig wegen
			Grabschändung verklagt: Das Mädchen beugte sich zu der Leiche vor.
		</p>
		<p>
			"Erwache, mein Prinz", sagte
			sie und gab ihm einen Kuss.
		</p>
		<p>
			Die Szenerie wirkte tatsächlich wie ein Wunder. Ein Leuchten ging plötzlich
			von Ryogas Körper aus, ein helles, aber keinesfalls blendendes Leuchten.
		</p>
		<p>
			Entgegen dem, was man
			so üblicher Weise von Toten gewöhnt ist, begann er leicht zu zucken. Sein Brustkorb hob sich. Und senkte
			sich wieder. Er blinzelte: "Wo bin ich?"
		</p>
		<p>
			Statt eine Antwort zu bekommen, fand er sich in den Armen
			von Akari wieder, die ihn zärtlich anlächelte: "Ich habe dich so vermisst"
		</p>
		<p>
			Einige Erklärungen,
			Entschuldigungen und "Verzeihungen" später, im Tendo Dojo.
		</p>
		<p>
			Die gesammelte Familie Tendo + ein Panda
			saßen um den Tisch. Mit der Zeit waren sich alle einig geworden: Ohne IHN war es nicht mehr dass selbe.
			Seit dem Urlaub war es nur noch schlimmer geworden. Alle schauten recht trübtassig vor sich hin, nur
			Nabiki versuchte, die Runde etwas aufzumuntern: "Ach, regt euch doch nicht so auf. Ihr habt ihn schließlich
			weggeschickt. Wisst ihr was, stellt euch doch einfach vor, er kommt jetzt herein und sagt laut?"
		</p>
		<p>
			"Ich
			bin wieder daaaaa-ha!!!"
		</p>
		<p>
			"Ja", sagte sie etwas verdutzt, "Genau dass wollte ich sagen."
		</p>
		<p>
			Natürlich,
			diese Stimme hatten sie alle erkannt. Und so stürmten sie zur Tür und fanden ? Ryoga.
		</p>
		<p>
			Und wieder
			ergab sich so ein Augenblick, den man besser selber sehen sollte. Auf der einen Seite ein potentiell
			Toter, hinter dem ein Vermisster und eine hübsche junge Frau in Pose gegangen waren, auf der anderen
			Seite 6 Personen, denen fast die Augen heraus fielen.
		</p>
		<p>
			"A-aber das ist doch?"
		</p>
		<p>
			"Genau, dass
			ist Ryoga", fuhr Ranma fort, "Wollt ihr uns jetzt hineinbitten oder sollen wir die ganze Nacht hier stehen?"
		</p>
		<p>
			Einige
			Zeit später war das ganze Haus halbwegs informiert und am Schlafen. Nun ja, fast das ganze Haus. Auf
			dem Dach saßen zwei uns gut bekannte Gestalten.
		</p>
		<p>
			"Ich bin froh, dass du wieder da bist", sagte Akane
			und rückte ein Stuck näher zu Ranma.
		</p>
		<p>
			"Ich auch.", sagte Ranma und rückte ein Stück weiter von Akane
			weg. "Jetzt kannst du ja mit Ryoga glücklich werden."
		</p>
		<p>
			"Ach, darum ging es also", erwiderte sie
			lachend, "Du Dummerchen. Ich und diese Schweinebacke? Nie im Leben."
		</p>
		<p>
			"Woher weißt du dass denn
			schon wieder? Und was habt ihr dann damals im Park gemacht?"
		</p>
		<p>
			Akane konnte sich vor Lachen kaum
			mehr einkriegen: "Och, dass weiß ich schon lange. Es war nur immer so lustig mit dir und ihm. Er hat
			mich damals gefragt, was ein gutes Verlobungsgeschenk für Akari wäre. Aber Eifersucht hätte ich von dir
			doch nicht erwartet?"
		</p>
		<p>
			Ranma rückte noch ein Stück weiter weg.
		</p>
		<p>
			"EIFERSÜCHTIG? ICH? AUF EIN
			MACHOBEIB WIE DICH???"
		</p>
		<p>
			Und so war wieder alles wie immer?
		</p>
		<p>
			########################################
		</p>
		<p>
			Währenddessen
			in einem ganz anderen Teil von Tokyo. Ein Telefon klingelte jetzt schon seit einigen Minuten. Man sah
			eine Frau abheben.
		</p>
		<p>
			"Ja?"
		</p>
		<p>
			"Guten Tag, Frau Takahashi. Hier ist André von der Verlagsleitung."
		</p>
		<p>
			"Ah
			ja, ich habe auf Ihren Anruf schon gewartet. Die Bänder sind eben angekommen."
		</p>
		<p>
			"Und?"
		</p>
		<p>
			"Gefällt
			mir alles in allem. Aber warum diese vielen Änderungen?"
		</p>
		<p>
			"Wir hätten die Folge nie durch die Zensur
			gekriegt. Ihr Anwalt hat das bestätigt."
		</p>
		<p>
			"Und wie sind sie wieder auf diese Idee gekommen?"
		</p>
		<p>
			"Oh,
			das war gar nicht unsere Idee. Wir haben ein System entwickelt, dass es uns ermöglicht, die Welt ziemlich
			genau zu simulieren. Wir nennen es scherzhaft ,Comicdimension' Letztlich haben die Kinder die Lösung
			selber gefunden"
		</p>
		<p>
			"In der Tat, bewundernswert. Heute Abend mit der Weihnachtsfeier geht alles klar?"
		</p>
		<p>
			"Natürlich."
		</p>
		<p>
			"Gut.
			Das wäre dann alles. Ach, Moment, eine Frage hätte ich da noch: Wie kommt Cologne da ins Spiel?"
		</p>
		<p>
			"Ähem,
			um ehrlich zu sein, wir konnten sie nicht in das System integrieren. Es hat ihre KI nicht geschluckt.
			Also habe ich den Part übernommen und sie später von den Zeichnern durch die echte Cologne ersetzen lassen."
		</p>
		<p>
			"Sieh
			mal an? Was heutzutage alles möglich ist. Egal, ich habe noch zu tun. Auf Wiederhören."
		</p>
		<p>
			"Ciau"
		</p>
		<p>
			ENDE
		</p>
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